Dienstag, 25. April 2017

Locker FLOcKIg !!!

Es gibt Schnitte, die kauf ich mir, weil sie mir seeehr gut gefallen. Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass ich sie nie (oder zumindest ewig lange) nicht nähen werde. Ich ahne das nicht, ich weiß es einfach.
Denn ich bin bisweilen ein Wiederholungstäter, manchmal bequem und gelegentlich trau ich mich mal über was nicht drüber. Der Stoff ist mir zu schade, die Zeit zu knapp und sowieso und überhaupt hab ich gerne Erfolgserlebnisse in der Näherei.
Da gibt es also zwei Schnittmustererstellerinnen, deren Schnitte mir sehr gefallen, die ich aber nicht wirklich nähe (ein Kleid für mich ist mal unmittelbar nach Fertigstellung 1 zu 1 in den Mistkbel gewandert, das ging so gar nicht).
Egal, eine davon heißt Rabaukowitsch.
Ihr kennt sie bestimmt, sie liebt Breitcord und macht Schnitte, die so ein wenig retro sind,
stets schwingt etwas von unbeschwerter Kindheit auf grünen Wiesen mit.
Von ihr stammt ein Schnitt für eine Hose, die man gut mit Hosenträgern tragen kann und lange Worte, viele Bilder, schaut selbst:







Aus einem irre weichen und schön fallenden Breitcord wurde in Kombination mit schwarzen Paspeln und einer zerschnittenen Sommerstoffhose meiner Mutter eine kurze Käptn Floki.
Der Zauselzauer liebt diese Hose! Wie froh war er, dass er sie heute nach dem Fotografieren endlich anziehen und anbehalten durfte.
Ich bin sicher er will sie morgen in der Schule tragen - Regen und niedrige Temperaturen werden ihn kaum abschrecken.
Seine erste Frage war gleich: "Mama, nähst du mir noch eine zweite zum draußen rumfetzen?". 
Hab ich natürlich, zeig ich euch auch noch,
denn die Angst vor dem Schnitt war völlig unbegründet und das Ergebnis so zufriedenstellend und kultig, dass ich aktuell beim vierten Modell bin! :-)





Schnitt: Käpt'n Floki von rabaukowitsch

Alina

Sonntag, 23. April 2017

Gut besch(m)ützt!

Die ersten Tage meines Mama - Inspirations - Monats sind rum.
Die meisten Inspirationen waren leicht bis sowieso selbstverständlich umzusetzen.
Meine Kinder zu drücken ist sowas.
Einen Plan zu machen können wir ebenfalls gut - wir haben uns jedoch eine ganz konkrete Unternehmung überlegt: wir machen eine Radltour zu den Großeltern. 
Die verbleibenden Wochenenden hab ich mir tatsächlich nicht ausgerechnet.
Diese Idee fiel auch auf einen Tag, an dem ich sowieso den ganzen Tag gearbeitet habe.
Also nichts versäumt, so gesehen.

Die Aufgabe "denk daran dein Kind ist erst - Jahre alt und behandle es entsprechend" ist für mich nicht immer einfach. Es schadet also sicher nicht mir diese Weisheit zukünftig öfter mal ins Gedächtnis zu rufen.

So und dann will ich euch heute noch eine besch(m)ützte Freundin zeigen.
Ja, sie ist das Modell meines vorherigen Posts und sie wurde von mir - ungeplanterweise - mit zwei Ballonmützen beschenkt.
Ungeplant deshalb, weil die Mütze für meinen Sohn gedacht war.
Dem hat sie zwar gefallen, aber "ein bissi auch nicht".
Es fehlte ihm schlicht die Coolness diese Haube zu tragen. ;-)
Meine Freundin hat sich direkt in sie verliebt und sie steht ihr zudem hervorragend.
Schön, dass die Mütze ihren Platz gefunden hat. :-)


Schnitt: Ballonmütze Lena

Alina

I'm loving it!

Vor einiger Zeit bin ich auf eine Nähanleitung für ein Halstuch, einen Schal gestoßen,
welcher mir auf Anhieb sehr gut gefallen hat.
Eigentlich wollte ich ihn mir bald nähen, 
doch wie das so ist, kamen andere Nähprojekte dazwischen und das sog. Lüttestuch blieb irgendwo im Hinterkopf - ungenäht und doch gewollt.

Die Tage, aus einer Laune heraus - möglicherweise hat auch das winterliche Aprilwetter seinen Teil dazu beigetragen - hab ich mir gschwind eines genäht.
Und mit gschwind, mein ich auch gschwind.
Alles in allem ist das Teil in einer halben bis einer Stunde fertig!




Weil ich hinter der Kamera talentierter bin als davor,
hab ich eine Freundin gebeten Modell zu stehen für das Lüttestuch (Für alle, die keine Anleitung brauchen, sondern lediglich die Maße: 1,40 m * 47 cm).


Ich weiß schon: I'm loving it ist normalerweise für eine Fastfoodkette reserviert,
aber heute, für diesen Post brauch ich den Slogan!
Denn ich liebe dieses Tuch wirklich!
Das Feine daran ist nebst seiner Weichheit (liegt an dem gestreiften Biostoff), der Tatsache dass es hervorragend fällt und sitzt (ein dünner Strickstoff ist dafür verantwortlich) an den beiden Dreiecken vorne und hinten(!) !
Somit ist auch der Rücken schön gewärmt!
Und das stört nicht mal unter einer Jacke - schon probiert!
Für alle, die sich noch keins genäht haben: ich empfehle es euch wärmstens!

Schnitt: lüttesTuch von Ahoi

Alina

Dienstag, 18. April 2017

Inspirationen für jeden Tag!?

Es gibt so Tage, an denen könnte ich meine Kinder verwurschten!
Da gehen sie mir wirklich außerordentlich auf die Nerven.
Nicht etwa, weil sie mir andauernd mit mir reden, auch wenn ich gar nicht zuhöre.
Auch nicht, weil sie streiten, nur um des Streitens willen.
Und schon gar nicht, weil sie sich anpatzen, was runterschmeissen, der kleinen Schwester einen Schubser geben oder mich um acht Uhr morgens fragen, ob sie etwas Süßes bekommen.
Nein, gar nicht!

Es sind Tage, an denen müsste ich eigentlich nachdenken, Sachen, Erlebtes verarbeiten. Ich müsste etwas vorbereiten oder meine Kreativität benötigt ein wenig Langeweile, um sich zu entfalten. Manchmal brauch ich auch einfach nur einen Tag, um mit niemanden (!) zu reden.
Ich hatte diese Tage schon bevor ich Mutter wurde und auch da hat es sich bezahlt gemacht sie alleine zu verbringen. Ob in die Luft schauend im Bett oder in die Luft schauend auf dem Berg war letztlich egal. Hauptsache schweigend und allein.
Auch wenn ich an diesen Tagen oftmals grantig und unleidlich war, eine schlechte Gesellschaft halt, so gehörten sie doch zu mir und meinem Leben. Ich habe sie stets als so etwas wie eine Regenerationsphase betrachtet. Etwas Gutes und Notwendiges.
Tja, jetzt bin ich Mama und mit Regeneration ist nicht mehr viel.
Ich hab zwar im Laufe der Jahre gelernt mit weniger aus zu kommen, doch immer klappt das auch nicht.
Und grad heute war so ein Tag, an dem ich nichts lieber wollte als allein zu sein.
Nur ich und meine Jogginghose.
Da fallen mir die "gewöhnungsbedürftigen" Eigenschaften meiner Kinder dann natürlich besonders stark auf und sie ernten dann schon mal das eine oder andere unfreundliche Wort von mir.

Abends überrollt mich dann das schlechte Gewissen tsunamiartig und die Gewissheit heute als Mama eher mies gewesen zu sein trägt auch nicht unbedingt zu einer gelungenen Regeneration bei.
Da kommt es schon mal vor, dass ich mir selbst Besserung gelobe und Pläne schmiede wann ich wo was Besonderes und Tolles mit meinen Kindern mache.
Meistens stellt sich in der Realität dann heraus, dass es das gar nicht ist, was sie brauchen und es letztlich nur Energie und Geld gekostet hat und eine Umarmung an der richtigen Stelle oder fünf Minuten SkipBo spielen weit mehr geholfen hätte.
Gut, dass ich lernfähig bin und so spar ich mir diese aus schlechtem Gewissen heraus geborenen Wiedergutmachungsideen weitestgehend.
Doch letztens ist mir in der Arbeit ein Zettel in die Hand gefallen...
... er nennt sich 30 Tage Herausforderung für Mütter. 
Ganz schön blöder Titel, wie ich finde.
Aber egal, es geht jedenfalls darum, dass für jeden Tag etwas vorgeschlagen wird, das sich auf dich als Mutter oder aber dein Kinder, bzw. eure gemeinsame Beziehung bezieht.
Diese Idee gefällt mir ganz gut und auch wenn ein paar Punkte dabei sind (wie z.B.: Koche deinem Kind sein Lieblingsessen), die ich wöchentlich drauf hab und wieder andere (z.B.: Rechne aus, wie viele Wochenenden es noch bis zum Schulabschluss deines Kindes sind) denen ich nichts abgewinnen kann (fehlendes Verständnis, fehlende hellseherische Fähigkeiten meinerseits), so ist der Großteil recht gut und da sind durchaus ein paar Ideen dabei, bei denen sie wohl an Frauen wie mich gedacht haben (z.B.: Versuche mal einen Tag lang nicht laut zu werden).

Also, so sieht die 30 Tagesliste aus, ihr seid natürlich alle herzlich eingeladen mitzumachen oder euch inspirieren zu lassen. 

1. Überlege dir gemeinsam mit deinem Kind eine Aktivität, die ihr in diesem Monat unternehmen könnt.
2. Rechne aus, wie viele Wochenenden es noch bis zum Schulabschluss deines Kindes sind.
3. Nimm dein Kind heute drei Mal liebevoll in den Arm.
4. Gib deinem Kind einen Kuss, während es schläft.
5. Denke daran: er/sie ist erst __ Jahre alt. Und behandle dein Kind entsprechend.
6. Koche deinem Kind sein Lieblingsessen.
7. Hinterlasse deinem Kind eine liebevolle handgeschriebene Nachricht.
8. Versuche einen Tag lang nicht laut zu werden.
9. Sage deinem Kind: ich bin so froh, dass du mein Sohn/meine Tochter bist.
10. Sei streng und konsequent, wenn es nötig ist - auch wenn es schon mal schwer fällt.
11. Konzentriere dich heute darauf, eine fröhliche Mama zu sein.
12. Bastle oder koche etwas gemeinsam mit deinem Kind.
13. Versuche, den ganzen Tag lang keine Kritik an deinem Kind zu üben.
14. Schalte dein Handy, deinen Laptop oder den Fernseher aus, wenn dein Kind bei dir ist.
15. Wie sollen deine Kinder dich später in Erinnerung behalten? Versuche, heute diese Mutter zu sein.
16. Versetze dich in deine eigene Kindheit zurück und handle so, wie du es dir damals von deinen Eltern gewünscht hättest.
17. Lache herzlich mit deinem Kind.
18. Gibt es eine Mutter, die du bewunderst? Versuche, heute eine ihrer Eigenschaften zu übernehmen.
19. Bringe deinem Kind eine Sache bei, die es ab jetzt alleine erledigen kann.
20. Konzentriere dich darauf heute geduldig zu sein.
21. Verzeih dir selbst, wenn du Fehler machst.
22. Mache deinem Kind ein unerwartetes Kompliment.
23. Sag etwas Nettes, wenn dir ein unfreundlicher Kommentar auf der Zunge liegt.
24. Unterbrich dein Kind nicht, während es spricht.
25. Frage dein Kind nach seiner Meinung bei einer anstehenden Entscheidung.
26. Ermutige dein Kind heute, sein Bestes zu geben.
27. Gönn dir heute etwas, das gut für deine Gesundheit ist: Mache einen Spaziergang, genieße ein gutes Glas Wein oder geh in die Sauna.
28. Bringe deinem Kind ein neues Wort bei.
29. Erinnere dich daran: Mutter zu sein ist ein wunderbares Geschenk.
30. Fokussiere dich darauf, deinem Kind heute deutlich zu zeigen, wie lieb du es hast.

Da ich in der wunderbaren Situation bin Mutter dreier Kinder zu sein, werde ich die Ideen aufteilen. Keinesfalls gerecht, wär ja auch Blödsinn, sondern so, dass das Kind, das das grad am Dringendsten braucht, oder wos grad für mich am Schwersten ist oder oder oder. Situationsabhängig halt.

Ich betrachte das Ganze keineswegs als Wettbewerb, oder als etwas, das es abzuleisten gilt,
für mich ist es eher eine tägliche Idee, eine mögliche Inspirationsquelle, etwas, worauf ich fokussieren kann(!).
Schließlich weiß ich, dass "lache herzlich mit deinem Kind" nur passt, wenns passt. 
Aufgesetztes, Unechtes oder Erzwungenes braucht keiner und von daher schau ich mal, was dabei so raus kommt. 
Ich werde berichten ...

bis bald 
eine Mutter, deren Muttersein Höhen und Tiefen kennt! :-)


Dienstag, 11. April 2017

Erste Frühlingsboten

Ist das nicht herrlich!
Die Blätter des neuen Jahres wachsen,
es wird zusehends grüner rundherum,
der Bärlauchgeruch holt selbst die Verschlafendsten aus dem Winterschlaf,
meine Kinder sind immer häufiger auf Wiesen zu finden und kehren stolz und freudig mit den unterschiedlichsten Blumen heim,
der Garten wird bereit bepflanzt zu werden,
ein paar Salate schüren schon die Vorfreude aufs Ernten,
die Hühner legen wie es sein soll, eine jede jeden Tag ein Ei,
der Kriacherlbaum steht in voller Blüte.

Ich liebe den Frühling,
diesen jährlichen Neuanfang!

Dass Nähen da grad nicht so wichtig ist,
kennt ihr vermutlich.
Gleichzeitig braucht grad die kleine Bachnixe ein paar sommerliche Teile,
und so näh ich ihr halt was, das schnell geht.



Eine kurzärmelige Tunika aus hellgrünem Paapistoff, 
dazu eine schildlose Ballonkappe - die sowohl als Wind als auch als Sonnenschutz fungiert.

Mankos: die Ärmel sollten das nächste Mal kürzer sein,
dafür der Halsausschnitt etwas enger.

Absolut genial: der Mützenschnitt! 
Hab mittlerweile vier von den Teilen genäht und zeig sie euch, sobald ich Bilder davon hab!



Alina

Dienstag, 4. April 2017

Sommerliche Strampelina aus Webware!

Ich will euch ja unbedingt noch meine Strampelina Webwareversion zeigen!!
Seit letzter Woche ist das neue e-book von schnabelina online und lässigerweise lässt sich die Strampelina nicht nur aus Sweat und Jersey nähen, sondern auch zur Gänze aus Webware!

Ich hab mich für eine kurze Version
 - schließlich stehen die warmen Jahreszeiten vor der Tür - entschieden.
Aus leichtem Baumwollstoff mit Gummibündchen unten dran,
so bekommt die Strampelina einen kleinen Retrotouch, wie ich finde.







Meine Tochter ist grade am Anfang der 92er Größe angelangt.
Ich denke das sieht man auf den Bildern ganz gut,
denn sie hat schon noch etwas Platz um in die Strampelina hineinzuwachsen.




Zum Schluss will ich euch noch ein wenig von unserem Außer-Haus-Wochenende berichten.
Wir haben eine Freundin im fernen Pinzgau besucht.
Unsere Kinder "kannten" sich ein wenig, sprich sie haben sich schon so zwei, drei Mal vorher gesehen.
Dabei gab es nie Querelen, doch die großen Freundschaften wurden dabei auch nicht geschlossen.

Dieses Mal hat es genau fünf Minuten gedauert, bis die großen beiden am Fussball spielen waren und eine weitere (maximal) halbe Stunde, bis die kleine Bachnixe mein Hosenbein ausgelassen hat und angekommen ist.
Angenehmer Start, dachten wir Mütter.
Und so ging es dann tatsächlich den ganzen Tag dahin.
Als wir uns am Abend eine Flasche Wein aufgemacht haben, waren die meisten Themen bereits besprochen!!! :-)
Nicht, dass wir uns nicht noch spannende Themen gefunden hätten, 
doch es war schlicht sensationell: die sechst Kinder (allesamt zwischen zwei und sieben) haben sich so gut und quasi konfliktfrei verstanden, dass wir noch eine Nacht dran gehängt haben.
Es war - fast schon wie bei den Waltson - pure Harmonie!!
Die sechs Kinder zu handeln war entspannender, als jeweils drei zu "beaufsichtigen"!

Ich weiß schon aus Erfahrung, dass es für uns Eltern oft einfacher ist, wenn andere Kinder wo mit dabei sind, weil die eigenen dann beschäftigt sind, bzw. ihre Bedürfnisse von anderen abgedeckt werden, doch sowas hab ich noch nie erlebt.
Ich kann mit Fug und Recht behaupten: ich war gerade ein Wochenende im Urlaub!!! :-)


Schnitt: Strampelina von schnabelina
Stoffe: aus einem Billigsdorferstoffladen (vor Jahren gekauft) - bin ich froh, dass ich ihn mir aufgehoben habe, denn wie es scheint hat er nur auf diesen Schnitt gewartet! :-)

eine erholte Alina


Donnerstag, 30. März 2017

29 + 13

Nachdem ich heute früher von der Arbeit nach Hause gekommen bin,
nutze ich die Gelegenheit und RUMSe wieder mal.
Das Weib, um das es diese Woche geht ist eine Freundin,
die gerade ihren Geburtstag gefeiert hat.

Schon zu ihrem 29sten (+11) Geburtstag habe ich ihr eine gemütliche Hose geschenkt.
Selbst genäht versteht sich. 
Aus einem Stoff ihrer Wahl.
Tja, nur dass sich die Gute nicht schnell genug entscheiden konnte und irgendwann geriet das versprochene Geburtstagsgeschenk in Vergessenheit.
Ich war nicht wirklich dahinter, wusste ich doch auch nicht so recht, welches SM ich nehmen soll.
Doch dieses Jahr hat dann alles zusammengepasst,
SM war klar, ihr Geburtstag stand ins Haus und Stoff in Farben, die sie mag und die ihr stehen war ebenfalls vorhanden.
Also, hier sind die Bilder:



Die Paspeln hab ich selbst gemacht und auch der SnapPap Aufnäher ist selbst ausgeschnitten.
Dabei hab ich mit einem DVD Stift draufgeschrieben. 
Ob der hält, weiß ich noch nicht.




Ich habe die Hose genäht, ohne vorher Maß zu nehmen,
ich wusste schon, dass sie so eine 32/34 trägt.
Doch weder in der Länge noch beim Bauchumfang hatte ich irgendwelche Maße.
Die chill@home ist ja so geschnitten, dass sie unten bei den Beinen anliegt.
Das ist auch hier der Fall und so machen die paar cm, die sie ruhig hätte kürzer sein dürfen gar nix aus.
Beim Bauch hab ich einfach das Gummiband um meinen gehalten, so eng angezogen, bis es mir zu eng war und die Weite hab ich dann genommen - passt perfekt!!!


Und das Geburtstagskind?
Sie hatte die Hose den ganzen Tag an und ich glaub sie hat wirklich eine Freude damit.
Schauma mal, ob sie auch den Mut hat damit in der Landeshauptstadt rumzulaufen! ;-)

Linked: RUMS

Genießts euer Wochenende,
bei uns steht wieder mal ein kleiner Übernachtungsausflug ins Haus.
Auch wenns sicher halbwegs eine Action wird mit drei Kindern, 
freu ich mich, freu ich mich, freu ich mich!

Alina

Dienstag, 28. März 2017

Von Schwangeren und Sommerkleidern

2012/2013 war es, als mein Körper sich popcornähnlich zu einer Prachtschwangeren verwandelte.
Quasi über Nacht und das schon im 6. Monat war ich prall und der Inbegriff der Fruchtbarkeit.
Nebst der Tatsache, dass ich häufig Fragen wie: "Boah, des kimmt oba glei amoi daher, oda?" und "Bist da sicha, dasses koane Zwillinge san?" hörte, fühlte ich mich so rundherum wohl.

In dieser Zeit hat mir eine Ausbildungskollegin ein paar Umstandsteile geschenkt.
Unter anderem eine schwarz weiß karierte Bluse, die nebst dem, dass sie den ganzen Bauch fasste auch ein ungeheuer aufregendes Dekolletè zauberte. ;-)
Darüber hinaus ist sie eines von ein paar Kleidungsstücken, 
die mir - weiß auch nicht, bin ein wenig sentimental manchmal - was bedeuten.
Ich häng ein wenig an ihnen, hab sie nicht verborgt oder verschenkt,
hüte sie im Schrank, auch wenn sie wohl nicht mehr zum Einsatz kommen.
Hab dann so krude Gedanken wie: das und das kann meine Tochter mal anziehen, wenn ....

Jaja, ich weiß schon, das ist Blödsinn.
Also hab ich mir besagte Bluse geschnappt und sie sinnvoll wiederverwertet! :-)





Ich hab sie recycelt und für die kleine Bachnixe ein leichtes Sommerkleid genäht.
Dabei wollte ich so viel wie möglich von der alten Bluse verwenden.
Ich zeig euch ein Bild von mir und der Bluse:


Ich hab das rüschige vom Ausschnitt zu einer Blume umfunktionert,
die Knopfleiste vom Vorderteil hab ich unten an den Saum des Kleides genäht.
Die Knöpfe sind da zwar völlig sinnlos, aber sie schaun witzig aus. 
Da ist sich logischerweise nicht der ganze Saum ausgegangen, also hab ich gestückelt, denn die Bluse hatte ja auch Ärmel, die sich mit Knöpfen schließen ließen. 





Als kontrastierende Farbe hab ich rot verwendet. 
So finden sich am Vorderteil des Kleides - dort hab ich das "Bauchband" (Teil zwischen Oberteil und Unterteil) verwendet - Ziernähte.
Ebenso hab ich in rot abgesteppt und rote Herzknöpfe am Oberteil und auch unten rum mal eins verwendet.




Und weil mir ja das SnapPap - Geplotte so taugt, 
fanden das Minnie Mouse Positiv und Negativ ihre Verwendung.

Einzig für den Kragen fand ich keine recht Verwendung.
Da hatte ich keine Idee, wie ich den lässig integrieren kann.

Ansonsten war dieses Upcyclingprojekt ein sehr kreativer Akt!
Keine Vorgaben, ein sich drauf einlassen, ein im Tun entstehen, einfach lässig!!!


Schnitt: Latzkleid von mamasliebchen

Alina


Samstag, 25. März 2017

Buch des Monats (und ein ernüchterndes Resumeè der vierten Woche)

Das Fastenresumeè der vierten Woche fällt sehr ernüchternd bis sogar frustrierend aus.
Wie zur Hölle ist es möglich, 
dass mein Körper bei Süßigkeitenverzicht mit  +2kg reagiert???!!!
Idiot, der!
Hab ich doch tatsächlich zugenommen!
So ein Schmarrn aber auch!
Ich bin keine, die dauernd auf der Waage steht, sprich: ich hab eine und monatlich stell ich mich mal drauf, doch so ganz generell hab ich ein fixes Gewicht, 
das an der Wohlfühlgewichtsgrenze liegt (am oberen Ende ;-) ). 
Da merk ich es natürlich schnell, wenn ich zunehm.

Vermutlich - anders kann ich es mir nicht erklären, hab ich statt des Süßen einfach alles mögliche andere in Unmengen gefuttert.
Das hat mich Mitte der Woche ordentlich gefrustet, weshalb ich die Toffifee - Packung meines Mannes entsorgt habe - natürlich erst, nachdem ich sie vollständig leer gefuttert habe. ;-)

Dann hab ich mir noch überlegt, dass die Kaugummiidee vielleicht auch nicht so klug war - immerhin ist in den Teilen lauter böser Zucker drin und hab die mal weggelassen.
Mal schaun was nächste Woche passiert.

Ich komm jedoch immer mehr zu dem Schluß, dass diese von mir ausprobierte Form des Fastens totaler Blödsinn ist!

Ja, und weil ich euch nicht nur von einer frustrierenden Fasenwoche erzählen will,
stell ich euch ein Buch vor, das wir uns schon wieder (!) aus der Bücherei ausgeborgt haben und welches wir nun endlich mal selber kaufen müssen, weil es uns so gut gefällt.
Die Rede ist von

"Der Zapperdockel und der Wock"!


Ich möchte heute an dieser Stelle eine Buchrezension einfügen, 
die die Geschichte vom Zapperdockel und dem Wock ganz wunderbar wiedergibt und beschreibt:

"Stolz steht er da, der kleine, gelbe Zapperdockel mit seinem prächtigen roten Schnurrbart, und die weite, friedliche Zapperdockelwelt ist für ihn in Ordnung. Doch dann schreitet ein Wock ins Bild, dick und blau und schlecht gelaunt, und macht ihn fertig, den armen Zapperdockel. Tränen fließen und formen sich zu kleinen Flüssen, in denen allerlei fröhliche Lebewesen zu entdecken sind. Doch die sieht der Zapperdockel nicht. Der kränkt und grämt sich, wird immer durchsichtiger, und jeder kann seine Gedanken lesen. "Das Leben ist so traurig wie ein schwarzer Stein", liest da der Wock. "Du bist ja ein Dichter!", wundert der sich und gibt sich alle Mühe, den traurigen, kleinen Kerl aufzuheitern. Na, das gelingt ihm gut mit Sätzen wie: "Das Leben kann so schön sein wie eine doppelstöckige Torte!", prächtig ins Bild gesetzt auf dem Wock-Kopf, und mitten drin Wock und Zapp, von nun an freundschaftlich vereint. Gemeinsam wandern sie durchs fein schraffierte, grüne Land und haben sich viel zu erzählen. "Es war einmal", so beginnt dieses witzig-poetische Märchen vom empfindsamen Zapperdockel und dem mürrischen Wock, und es hat ein glückliches Ende, wie es sich für ein Märchen gehört. Zwar heißt es im Text nicht "und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute", doch das friedliche Schlussbild mit den ungleichen Freunden hoch am Berg spricht für sich: "Sie saßen weich im grünen Moos, zur Freude ihrer zwei Popos.""  aus der süddeutschen Zeitung




Also dann: nichts wie los zum Buchhändler eures Vertrauens!

Habt ein schönes Wochenende
Alina

Pinio

Vor ein paar Wochen kam ein neuer Schnitt für Kinder
 - idealerweise für Mädls raus.
Ein Shirt/Pulli, im Fledermausstil mit "Doppeltasche", 
charakteristischerweise einseitig angebracht, 
mit Namen Pinio.
Mir hat er sofort gefallen!
Hab ich doch meiner kleinen Bachnixe 
schon ein paar Shirts mit Fledermausärmeln genäht,
wieso nicht auch einen Pulli in dem Stil?
Die Taschen, gut, die waren etwas gewöhnungsbedürftig, 
doch so ganz generell haben die schon ihren Sinn
 (Schnuller, Steine, Süßes und Sonstiges findet darin hervorragend Platz!).

Mein Impuls war den Schnitt sofort zu kaufen.
Doch dann kam eines meiner Kinder dazwischen und ein ander Mal hat das Telefon geläutet und dann hab ich mir gedacht: ach was! Hab eh genug Schnitte, und überhaupt und sowieso eh grad wenig Zeit zu nähen.
Ich wart noch, im Herbst wirds dann schon passen.

Hm, tja, doch dann hat makerist gestern wieder mal eine 2 Euro Aktion gestartet.
Ihr Lieben, die geht übrigens noch bis incl morgen und jaaaa, da sind viiiele Schnittmusterersteller mit von der Partie! :-)

Also gekauft, gedruckt, geklebt und genäht.
È voilà, ein paar Schnappschüsse von der heutigen Wanderung:




Den Schnitt gibt es in den Größen 80 - 146 (was ich sehr geil find, dass es ihn bis ins Teenageralter rauf gibt), er beinhaltet drei verschieden Taschenvarianten (die man, wenn mans kunterbunt und aufwendig mag durchaus tw. noch kombinieren kann), wobei mich die Eingrifftaschen noch reizen.
Das Shirt selbst kann ebenfalls in zwei Varianten und dann noch mit Halsbündchen, Kragen oder Kapuze genäht werden.

Ein schlichter Schnitt mit einigen Variationsmöglichkeiten.

Meiner Tochter passt er sehr gut, 
nachdem ich Gr. 92 genäht habe, tut er das hoffentlich noch bis in den Herbst hinein.

Verwendet hab ich den Rest dieses wunderbar weichen rosefarbenen Kuschelsommersweats, aus dem ich meine Käthe genäht habe.
Für die Taschen hatte ich nichts Passendes, also hab ich in der Restekiste gewühlt und zwei halbwegs neutrale Braunjerseys gefunden.
Kombiniert mit grauen Bündchen wird der Pinio somit zu einem gut kombinierbaren Begleiter.

Ich kann den Schnitt also definitiv empfehlen - zudem ist er absolut anfängertauglich - und wünsche mir an der Stelle eine Version für Frauen - geht das, liebe Kristina von Firlefanz? :-)


Alina