Dienstag, 18. April 2017

Inspirationen für jeden Tag!?

Es gibt so Tage, an denen könnte ich meine Kinder verwurschten!
Da gehen sie mir wirklich außerordentlich auf die Nerven.
Nicht etwa, weil sie mir andauernd mit mir reden, auch wenn ich gar nicht zuhöre.
Auch nicht, weil sie streiten, nur um des Streitens willen.
Und schon gar nicht, weil sie sich anpatzen, was runterschmeissen, der kleinen Schwester einen Schubser geben oder mich um acht Uhr morgens fragen, ob sie etwas Süßes bekommen.
Nein, gar nicht!

Es sind Tage, an denen müsste ich eigentlich nachdenken, Sachen, Erlebtes verarbeiten. Ich müsste etwas vorbereiten oder meine Kreativität benötigt ein wenig Langeweile, um sich zu entfalten. Manchmal brauch ich auch einfach nur einen Tag, um mit niemanden (!) zu reden.
Ich hatte diese Tage schon bevor ich Mutter wurde und auch da hat es sich bezahlt gemacht sie alleine zu verbringen. Ob in die Luft schauend im Bett oder in die Luft schauend auf dem Berg war letztlich egal. Hauptsache schweigend und allein.
Auch wenn ich an diesen Tagen oftmals grantig und unleidlich war, eine schlechte Gesellschaft halt, so gehörten sie doch zu mir und meinem Leben. Ich habe sie stets als so etwas wie eine Regenerationsphase betrachtet. Etwas Gutes und Notwendiges.
Tja, jetzt bin ich Mama und mit Regeneration ist nicht mehr viel.
Ich hab zwar im Laufe der Jahre gelernt mit weniger aus zu kommen, doch immer klappt das auch nicht.
Und grad heute war so ein Tag, an dem ich nichts lieber wollte als allein zu sein.
Nur ich und meine Jogginghose.
Da fallen mir die "gewöhnungsbedürftigen" Eigenschaften meiner Kinder dann natürlich besonders stark auf und sie ernten dann schon mal das eine oder andere unfreundliche Wort von mir.

Abends überrollt mich dann das schlechte Gewissen tsunamiartig und die Gewissheit heute als Mama eher mies gewesen zu sein trägt auch nicht unbedingt zu einer gelungenen Regeneration bei.
Da kommt es schon mal vor, dass ich mir selbst Besserung gelobe und Pläne schmiede wann ich wo was Besonderes und Tolles mit meinen Kindern mache.
Meistens stellt sich in der Realität dann heraus, dass es das gar nicht ist, was sie brauchen und es letztlich nur Energie und Geld gekostet hat und eine Umarmung an der richtigen Stelle oder fünf Minuten SkipBo spielen weit mehr geholfen hätte.
Gut, dass ich lernfähig bin und so spar ich mir diese aus schlechtem Gewissen heraus geborenen Wiedergutmachungsideen weitestgehend.
Doch letztens ist mir in der Arbeit ein Zettel in die Hand gefallen...
... er nennt sich 30 Tage Herausforderung für Mütter. 
Ganz schön blöder Titel, wie ich finde.
Aber egal, es geht jedenfalls darum, dass für jeden Tag etwas vorgeschlagen wird, das sich auf dich als Mutter oder aber dein Kinder, bzw. eure gemeinsame Beziehung bezieht.
Diese Idee gefällt mir ganz gut und auch wenn ein paar Punkte dabei sind (wie z.B.: Koche deinem Kind sein Lieblingsessen), die ich wöchentlich drauf hab und wieder andere (z.B.: Rechne aus, wie viele Wochenenden es noch bis zum Schulabschluss deines Kindes sind) denen ich nichts abgewinnen kann (fehlendes Verständnis, fehlende hellseherische Fähigkeiten meinerseits), so ist der Großteil recht gut und da sind durchaus ein paar Ideen dabei, bei denen sie wohl an Frauen wie mich gedacht haben (z.B.: Versuche mal einen Tag lang nicht laut zu werden).

Also, so sieht die 30 Tagesliste aus, ihr seid natürlich alle herzlich eingeladen mitzumachen oder euch inspirieren zu lassen. 

1. Überlege dir gemeinsam mit deinem Kind eine Aktivität, die ihr in diesem Monat unternehmen könnt.
2. Rechne aus, wie viele Wochenenden es noch bis zum Schulabschluss deines Kindes sind.
3. Nimm dein Kind heute drei Mal liebevoll in den Arm.
4. Gib deinem Kind einen Kuss, während es schläft.
5. Denke daran: er/sie ist erst __ Jahre alt. Und behandle dein Kind entsprechend.
6. Koche deinem Kind sein Lieblingsessen.
7. Hinterlasse deinem Kind eine liebevolle handgeschriebene Nachricht.
8. Versuche einen Tag lang nicht laut zu werden.
9. Sage deinem Kind: ich bin so froh, dass du mein Sohn/meine Tochter bist.
10. Sei streng und konsequent, wenn es nötig ist - auch wenn es schon mal schwer fällt.
11. Konzentriere dich heute darauf, eine fröhliche Mama zu sein.
12. Bastle oder koche etwas gemeinsam mit deinem Kind.
13. Versuche, den ganzen Tag lang keine Kritik an deinem Kind zu üben.
14. Schalte dein Handy, deinen Laptop oder den Fernseher aus, wenn dein Kind bei dir ist.
15. Wie sollen deine Kinder dich später in Erinnerung behalten? Versuche, heute diese Mutter zu sein.
16. Versetze dich in deine eigene Kindheit zurück und handle so, wie du es dir damals von deinen Eltern gewünscht hättest.
17. Lache herzlich mit deinem Kind.
18. Gibt es eine Mutter, die du bewunderst? Versuche, heute eine ihrer Eigenschaften zu übernehmen.
19. Bringe deinem Kind eine Sache bei, die es ab jetzt alleine erledigen kann.
20. Konzentriere dich darauf heute geduldig zu sein.
21. Verzeih dir selbst, wenn du Fehler machst.
22. Mache deinem Kind ein unerwartetes Kompliment.
23. Sag etwas Nettes, wenn dir ein unfreundlicher Kommentar auf der Zunge liegt.
24. Unterbrich dein Kind nicht, während es spricht.
25. Frage dein Kind nach seiner Meinung bei einer anstehenden Entscheidung.
26. Ermutige dein Kind heute, sein Bestes zu geben.
27. Gönn dir heute etwas, das gut für deine Gesundheit ist: Mache einen Spaziergang, genieße ein gutes Glas Wein oder geh in die Sauna.
28. Bringe deinem Kind ein neues Wort bei.
29. Erinnere dich daran: Mutter zu sein ist ein wunderbares Geschenk.
30. Fokussiere dich darauf, deinem Kind heute deutlich zu zeigen, wie lieb du es hast.

Da ich in der wunderbaren Situation bin Mutter dreier Kinder zu sein, werde ich die Ideen aufteilen. Keinesfalls gerecht, wär ja auch Blödsinn, sondern so, dass das Kind, das das grad am Dringendsten braucht, oder wos grad für mich am Schwersten ist oder oder oder. Situationsabhängig halt.

Ich betrachte das Ganze keineswegs als Wettbewerb, oder als etwas, das es abzuleisten gilt,
für mich ist es eher eine tägliche Idee, eine mögliche Inspirationsquelle, etwas, worauf ich fokussieren kann(!).
Schließlich weiß ich, dass "lache herzlich mit deinem Kind" nur passt, wenns passt. 
Aufgesetztes, Unechtes oder Erzwungenes braucht keiner und von daher schau ich mal, was dabei so raus kommt. 
Ich werde berichten ...

bis bald 
eine Mutter, deren Muttersein Höhen und Tiefen kennt! :-)


1 Kommentar:

  1. Liebe alina, vielen dank für diesen post! Ich denke da wohl sehr ähnlich wie du, soweit du deine gedanken preisgegeben hast! Also ich würde jetzt gerade gerne mit dir ein glas wein trinken und ein wenig quatschen. Ja, das echte regenerieren bleibt mit den kindern doch eher auf der strecke für uns mütter und doch ist es wohl das wichtigste überhaupt!! Mir haben spontan die punkte 22 und 23 gefallen! Das werde ich morgen wieder mal versuchen! Ganz lieb sein, wenn das aisrufen erwartet wird, da mussten v a der älteste sohn und ich auch schon grinsen! Ich bin gespannt auf deine weiteren berichte!! Ps:magst du mir noch das sm von der mütze vom letzten post verraten, ich möchte schon länger eine ballonmütze für die kleine eulin nähen! Lg katrin

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