Mittwoch, 6. April 2016

Wie aus der kleinen Bachnixe eine Bergseenixe wurde

Die letzten beiden Tage habe ich mit meinen Kindern auf einer urigen Selbstversorgerhütte in den oberösterreichischen Bergen verbracht.
Kein Strom, kein fließendes Wasser, ein Plumpsklo im Wald, keine "Beschallung" (TV, Radio, Telefon), ...
Dafür ein See vor der Hüttentür, eine Froschwanderung - akustisch einfach nur lässig mit anzuhören! - Wald, Berge, unzählige Sterne am Nachthimmel.

Wir hatten das Glück dass uns der Wettergott (ev. ists auch eine Göttin, wer weiß?) hold war,
und so genossen wir zwei Sommertage im April.


Natürlich hab ich bei dem Kurztrip nicht nur an Taschenlampen und Kescher für die Kinder gedacht, sondern auch an meinen Blog und die ersten Sommerteile, die ich bereits genäht habe! ;-) 


Manche von euch kennen das Kleid vielleicht, da das Schnittmuster schon eine Weile am Markt ist.
Es ist eine Lotta (74-134) von Finnleys.


Diese Lotta ist auf den ersten - und ev. auch auf den zweiten Blick - eine etwas "komplexe" Angelegenheit, denn:
wer eine Lotta nähen will, braucht erst mal eine Freya.
Freya? Was bitteschön ist eine Freya?
Freya ist ebenfalls ein Schnittmuster von Finnleys, ein Kapuzenpullunder, zu dem es Erweiterungen gibt.
Die Lotta ist eine davon und macht aus diesem Pullunder diverse Kleider.


Und hier sind wir beim zweiten Blick, denn auf den zweiten Blick stand ich da vor 4(!) Bögen voll mit Schnitteilen. 
Puh!
Dann hab ich einen dritten Blick drauf geworfen und dann wars easy und lässig, denn:
die Lotta bietet sehr sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten.
Schon die Freya selbst ist ein recht variables Schnittmuster und mit der Lottaerweiterung stehen dem Nähherz alle Türen offen.
Von diversen Abschlüssen, verschiedenen Rockteilen, Armlängen, Brusttaschen, Unterteilungen hier, dort, überall, ...


Die von mir genähte Lotta ist wohl eine der Schlichtesten, die es so gibt!
Ich hab mich für eine abgerundete Verlängerung, mit Mufftaschen und sommertauglichen kurzen Ärmeln entschieden. 

Es gäbe jedoch noch die Möglichkeiten eines Tellerrocks, einer Tunika, einer Sammlertasche, eines Minikleides, und und und.

Ich würd das SM keiner blutigen Nähanfängerin empfehlen, 
es schadet nicht, wenn man sich schon mal mit Nahtzugaben und Unterteilungen beschäftigt hat.
Ansonsten - nähtechnisch - ist die Lotta gar nicht schwer.
Ich glaub es ist lediglich wichtig, dass man sich die Anleitung vor dem Nähen 1x durchliest! :-))

Die Schnittmuster von Finnleys findet ihr übrigens hier
Und eine zweite Lotta - die kann man auch aus Sweat nähen, und ich glaub das wär für den Herbst schon eine urlässige Sache - befindet sich schon in Planung. 

Und hier zeig ich euch noch meine kleine Bergseenixe:


Meine Jungs waren sich jedenfalls einig, dass ihnen dieses urige einfache Hüttenleben sehr sehr gut gefallen hat und sie UNBEDINGT wieder an diesen See wollen!

Schnitt: LOTTA von Finnleys

habt einen feinen Tag,
eine sonnengestärkte Phönixe

Kommentare:

  1. Die Lotta gefällt mir ja sehr gut! Und der Walstoff ist so so schön!
    Und für Kinder ist so ein einfaches Dahinleben ohne Luxus ja wunderbar :-) Die brauchen nicht mehr...

    Liebe Grüße
    Katrin

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    1. Danke dir. Ja, der Walstoff hatte es mir auch auf den ersten Blick angetan.
      Ich glaube da hast du recht, Kinder benötigen vieles, was ihnen geboten wird gar nicht. Schwer wird es ihnen dann oft im Vergleich mit anderen gemacht - da brauchen sie dann wohl uns, die ihnen helfen Selbstsicherheit zu entwickeln.
      Meinen Söhnen (die Kleine kann ja noch nix sagen) ist nichts abgegangen in den Bergen. Sie haben nach nichts gefragt, was nicht da gewesen wäre.
      Liegrüs

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