Donnerstag, 7. September 2017

Same Same but different

Die gingham Tote war der eigentliche Grund mir das Buch von noodlehead zu kaufen.
Freilich hat es gut ein Jahr gedauert, bis ich dieses Vorhaben endlich umgesetzt habe.
Dafür aber mit Vollgas - doch dazu später mehr.










Das Lässige an der gingham tote ist die Gestaltung des Vorderteils.
Die Vielzahl an Taschen befriedigen mein Bedürfnis und die Notwendigkeit allerlei Krimskrams (Handy, Schlüssel, was Süßes, OBs, Schnuller, Kaugummis, etc.pp) dabei zu haben, um im Fall des Falles ausgerüstet zu sein und es griffbereit zu haben.
Die Vordertasche hat zwei kleine Reißverschlußtaschen, als auch eine dahinterliegende offene, schön tiefe Tasche.
Darüber hinaus wird sie innen mit zwei kleinen Fächern genäht.

Ein langer Gurt - der ist soooo lang, dass er doppelt getragen wird, wodurch sich die Stabilität verstärkt - kann optional in die Tasche gelegt werden, damit sie lediglich an den Lederhenkel genommen wird.
Ich hab mir da abnehmbare Gurtbänder gemacht, ich hatte noch ein paar Karabiner von einer alten Tasche übrig.
Ein Magnetverschluß und eine Handvoll Nieten runden die Tasche ab.

Genäht hab ich sie aus canvas und dem Euklitstoff von Robert Kaufmann.
Ich war und bin mit der Wahl meiner Stoffe äußerst zufrieden, ist mir doch endlich mal eine wirklich schöne Farbmischung gelungen, mit der ich auch nach langer Zeit noch meine Freude haben werde, ohne mich - wie man so schön sagt - abzuschauen.
Es ist eine Tasche, die schnell wo dazu getragen werden kann und ich hab sie voller Stolz sofort ausgeführt...



.... und die Tasche, die fiel auf.
Derart positiv, dass ich mittlerweile eine für meine Freundin und eine für meinen Mann (!) - wo soll er denn sonst sein Notebook reingeben?? - genäht habe.
Ein weiteres Modell ist zugeschnitten und auch meine Schwester liebäugelt mit einem Modell. :-)


Damit man die Taschen meiner Freundin und mir auseinanderkennt, habe ich ihre Gurtbänder aus dem hellblauen Canvas genäht und nicht aus dem Euklitstoff (was ihr übrigens eh besser gefällt). 
Zudem ist es mir gelungen metallisierte Reißverschlüsse - ich finde sie recht edel und wertig - zu bekommen und habe dazu passend ein dunkleres Lederband gewählt.





Ja, der Zauselzauer hat mich tatkräftig beim Fotoshooting unterstützt! ;-)




Und da - wie erwähnt - mein Mann auch UNBEDINGT so eine Tasche haben wollte,
schließlich findet er Laptoptaschen eher hässlich und sein kleines Arbeitsnotebook müsste doch eigentlich Platz haben und ob das nicht ginge, dass ich ihm auch so eine Tasche nähe und "bitte Alina, keine stofflichen Experimente" , sprich, ich sollte genau die Stoffe verwenden wie bei den ersten beiden Taschen, kam es, dass ich die gingham tote aus yaru essex, homepsan und euklit (alles von Robert Kaufmann) tatsächlich drei Mal!!! genäht habe.

Da stellt sich dann tatsächlich eine gewisse "Routine" ein, oder zumindest so, dass die letzte Tasche kürzer gedauert hat, um sie fertig zu stellen, als die erste.
Ich glaub das reisst sich sogar um 2-3 Stunden.


Einziger Scheiß bei Modell Nr. 3: die Nieten.
Hierbei hab ich eine neue Sorte verwendet, welche nicht mehr aufwendigst durch Lochzangen und hämmern (was ja häufig zur Folge hat, dass die Nieten Dellen bekommen) angebracht werden, sondern diese Nieten werden mit so einer Art Schutzkappen zusammengehämmert.
Dadurch bleibt ihre Form erhalten und sie schauen recht schön aus. Ein wenig größer waren sie auch noch als die anderen und von daher dachte ich: perfekt, ein Glücksgriff.
Doch Arsch mit Quasten, diese Teile waren ein Griff ins Klo, denn in den ersten Tagen des Tragens - und die Tasche wird fünf Tage die Woche verwendet - sind fast alle schon rausgefallen, bzw. mussten mehrfach wieder festgehämmert werden.
Ergo hat die Tasche meines Mannes mittlerweile auch die alten Nieten drinnen.
Ich hoff halt jetzt, dass der Stoff das aushält und die nicht irgendwann ausreissen.


Doch von den ärgerlichen Nieten einmal abgesehen sind alle drei Modelle heiß geliebt, viel getragen und ich werde mir bestimmt bald das noch zugeschnittene Modell (diesmal mit anderen Stoffen) nähen, schließlich braucht Frau Taschen, wenn sie nächsten Monat eine neue Stelle antritt! :-)

Einen Tipp, für alle, die diese Tasche nähen wollen, hab ich an dieser Stelle:
kauft euch ein inch - Lineal. Und spart dabei nicht bei der Größe.
Da es kein Schnittmuster gibt, sondern alle Schnittteile mit inch - Maßen angegeben werden, erleichtert ein passendes Lineal die Arbeit ungemein und erspart euch eine Menge Zeit!!

Ich wünsche euch noch einen herrlichen Tag,
und fetze mit den Taschen zu RUMS, cia und TT.

Alina

Kommentare:

  1. Super! Die Taschen sind wunderbar und der Schnitt ist auch auf meiner unbedingten to-sew-Liste für ganz bald. Das Buch habe ich mir als Geburtstagsgeschenk endlich bestellt, dauert aber wohl noch ein bisschen. Danke für die Inspiration :)
    Liebe Grüße,
    Ronja

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  2. Deine drei Taschen sind wunderschön und das Schneeballsystem ist mir auch schon untergekommen und das nicht nur bei Taschen :o)

    Dir noch einen schönen Tag

    Liebe Grüße
    Martina

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  3. Toll geworden! Das Stöffchen wartet bei mir auch schon darauf, verarbeitet zu werden.

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  4. Die Tasche ist toll, wunderbar gelungen und die Stoffe ein Traum... aber drei quasi gleiche Taschen nähen ist dann doch auch a bissl fad. Ich hab mal drei Kleidchen aus dem selben Stoff für drei kleine Mädchen genäht. Jede hatte eine andere Größe, also drei Schnitte und das war das einzig spannende. ;-) Nein drei gleich Teile ausdemselben Stoff.. nie wieder.. also Hut ab vor deinem Mich-Freundin-Mann Taschen Projekt... das mit der Mama geht ja schon besser, weil ein anderer Stoff- das ist was gaaaaaanz anderes.
    für mich zumindest
    LG Birgit

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